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Sonntag, 7. Juni 2020

[2018.12.21/22] Horror-Rückflug nach Deutschland

Jetzt bin ich am Tag der Rückreise angekommen. Ich weiß gar nicht, ob ich noch alles richtig zusammen kriege, was dieser chaotische Tage bzw. Tage für uns leider zu bieten hatte. Diesen Stress, den wir die nächsten Stunden hatten, den wünscht man sich nicht alle Tage. Aber ich fange mal ganz von Vorne an, als noch alles gut war.


Nachdem wir unsere Wohnung etwas sauber gemacht haben und wir unsere letzten Sachen packten, sind wir zur Oshiage Station. Dort sind wir in den Zug gestiegen, der uns zum Narita-Flughafen brachte. Gegen 12 Uhr mittags ging unser Finnair-Flug Richtung Helsinki. Wir sagten bye bye schönes Wetter, bye bye Japan.


Ausblick auf Japan beim Abflug

Der Flug selbst war relativ unspektakulär, war wohl eher die Ruhe vor dem Sturm. Als wir in Helsinki ankamen, begrüßte uns Schnee und schlechtes, kaltes Wetter. Aber zu diesem Zeitpunkt haben wir uns noch keine großen Gedanken drum gemacht.

Ausblick auf Helsinki bei Landung

Wir hatten weniger als zwei Stunden Aufenthalt. Wir saßen an unserem Gate, doch es tat sich nichts. Irgendwann bin ich mal an die Tafel schauen gegangen und habe gemerkt, dass sich unser Gate geändert hat. 

Dann kam die erste Anzeige, dass sich unser Flug nach Berlin um ca. zwei Stunden verspäten wird. Nervig, aber gut, kann man nichts machen. Dann wurden die zwei Stunden zu drei Stunden … wohl bemerkt, dass wir das alles immer sehr interessiert über unseren Anzeigebildschirm beobachten konnten. Es gab keine Durchsage, keine Info von niemanden. Die Zeit verschob sich immer weiter nach hinten, mittlerweile waren es schon vier Stunden Verspätung. Zwischenzeitlich wurde die Zeit auch mal nach vorne korrigiert, was sich aber schnell wieder änderte. Und wir waren soooo müde und fertig ......


Schlußendlich war es endlich soweit. Boarding Time! YAY! Alle sind rein ins Flugzeug und ich bin direkt mal eingenickt. Als ich das nächste Mal aufwachte, waren 45 Minuten vergangen und ich musste mit Entsetzen feststellen, dass wir immer noch auf dem Boden waren. Als kleiner Trost für die Verspätung gabs auch Bonbons zum Naschen (nett, was? xD). 

Nach weiteren Minuten des Wartens kam dann die Durchsage des Piloten, dass wir wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht fliegen können und wir in Berlin auch nicht mehr landen dürften. Bezüglich einer Übernachtungsmöglichkeit müssten wir uns alle beim Info-Schalter melden.

.......... SCHOCK!! 

Ich dachte erst, ich träume noch. Aber nein, es war leider Realität. Ich meine, gegen das Wetter kann ja niemand was und es ist ja auch verständlich. Aber was ich absolut nicht nachvollziehen kann, dass man uns erst vier Stunden warten, anschließend in den Flieger lässt und DANN ERST den Flug cancelt. Das haben sie doch schon fünf Stunden früher gewusst, dann hätte man das mit dem Hotel schon viel eher klären können und nicht bis Mitternacht am Flughafen abhängen müssen. Wir brodelten innerlich, aber wir waren zu fertig und zu müde, um uns zu sehr aufzuregen. Ändern konnten wir es ja eh nicht mehr.

Wir sind dann alle wieder raus aus dem Flugzeug. Auf dem Weg zum Flieger hat uns eine Japanerin angesprochen, sie sprach Deutsch aber kein Englisch. Sie hat uns gefragt, ob sie bei uns bleiben kann, damit sie weiß, wohin und wie es weiter geht. Das war kein Problem und so hatte man wenigstens jemanden, mit dem man sich unterhalten konnte. Sie untererichtete an einer Uni in Berlin, wollte aber in wenigen Monaten wieder zurück nach Japan.


Die Schlange vor dem Schalter … sie war SO LAAAANG! Und es tat sich einfach nichts. Vorne standen wohl nur zwei Damen, die die Leute einem nach dem anderen informierten und ihnen Info-Zettel und Gutscheine in die Hände drückten. In der Zwischenzeit bekamen wir auch unsere Koffer wieder. Letztendlich warteten wir an die 2 Stunden, bis wir an der Reihe waren. Man sagte uns, dass Finnair uns eine Mail bezüglich des Ersatzfluges am nächsten Tag zuschicken wird, wann genau wissen sie nicht, aber wir bräuchten damit nicht vor 6 Uhr morgens rechnen.

Mittlerweile waren wir schon zu viert, da sich eine weitere Japanerin uns anschloss. Um zum Hotel zu kommen, mussten wir mit dem Bus fahren. Sind alle raus zur Busstation, wo wir noch 10 Minuten warten mussten. ES WAR SAUUUU KALT!!!!!! - 8 Grad!!! Und ich mit Rock und Schal! Mütze und Handschuhe waren sicher im Koffer verpackt. Es war so kalt. Wir erlebten einen Temperaturabsturz von 13 Grad in Japan auf – 8 Grad in Helsinki. Unsere Finger taten schon richtig weh. Mummel hatte ihre Handschuhe irgendwo raus gekramt, die wir uns dann teilten.



Der Bus ist natürlich NICHT direkt vor das Hotel gefahren, wir mussten noch ein ganzes Stück laufen. Und in der Kälte mit dem schweren Gepäck, da wirkte der Weg noch länger. Und vor dem Hotel ging es noch leicht bergauf … Wir waren mit unseren Kräften am Ende. Ein Asiat wollte Mummel ja gerne mit ihrem Koffer helfen, wenn er selbst nicht schon zwei große Koffer an der Backe gehabt hätte.

Im Hotel endlich angekommen, haben wir unsere Zimmerkarte bekommen, wir mussten natürlich für nichts bezahlen und der Aufenthalt war auch inklusive Frühstück. Wenigstens etwas. Die Zimmer waren auch wirklich schön und gemütlich, aber ich glaube, man hätte uns in ein Luxushotel stecken können, ... wir wollten einfach nur nach Hause. Im Hotelzimmer eingecheckt, mussten wir erst einmal runterkommen, eher wir dann schlafen gegangen sind.


Wirklich schlafen konnten wir aber nicht. Ich bin ständig aufgewacht und irgendwann habe ich auch ein richtig mieses Gefühl bekommen … das man hier nicht wegkommt, so vor Weihnachten und man nicht weiß, wann man wieder zuhause ist. Ich bin schon gegen 6 Uhr aufgestanden und hab seitdem ständig meine Mails und den Status unseres „Fluges“ gecheckt. Aber da tat sich leider nichts. Dann sind wir erst einmal frühstücken gegangen, was echt lecker war.


Zurück im Zimmer habe ich weiterhin mein Postfach gestalkt, aber NICHTS … wir hatten das Warten satt und haben beschlossen schon zum Flughafen zurückzufahren, um direkt zu fragen, wann wir nach Berlin fliegen können. 

Am Flughafen angekommen, sind wir direkt zum Schalter … joah … da musste ich alles nochmal erklären, warum unser Flieger nicht ging und dann hat man uns gesagt … joah, die Flieger nach Berlin sind schon alle voll, es sei denn wir fliegen getrennt. Der eine mit dem Flieger, der andere zwei Stunden später. Dann bat man uns einen Flieger einen Tag später an … oh man, ich war so SAUER. Da wartet man schon ewig auf die Mail bezüglich des Ersatzfluges und dann wird einem gesagt, es gibt keinen!!! Dann ist die Frau am Schalter irgendwann auf die Idee gekommen, uns Flieger mit Umstieg anzubieten. Es gab zur Auswahl: Frankfurt, München oder Zürich. Wir wählten Frankfurt.

Der Flieger ging aber erst Nachmittag gegen 17 Uhr, also hatten wir noch insgesamt 6 Stunden Zeit. Wir haben aber trotzdem schon unsere Koffer abgegeben und sind eingecheckt.



Wir haben uns ein nettes Plätzchen mit Ausblick gesucht und sind dort auch nicht wirklich weggegangen. Haben gegessen (hatten ja noch unsere Gutscheine von Finnair), haben gechattet und gezockt.



Letztendlich hatte unserer Ersatzflug auch wieder Verspätung gehabt und unsere Sorge, unseren Anschlussflug in Frankfurt zu bekommen, stieg mit jeder Minute. Vor allem, weil wir in Helsinki nur die Flugtickets von Helsinki nach Frankfurt bekommen haben. Sie meinten, wir müssten in Frankfurt nochmal zum Lufthansa-Schalter, um die anderen Tickets zu erhalten … O___o

Im Flieger saßen wir in der letzten Reihe. Aus dem Fenster konnten wir noch beobachten, wie nochmal alles enteist wurde. Ehrlich gesagt, hatte ich wieder ziemliche Angst, dass wir wieder nicht abheben können. Doch der Flieger startete. Leider war der Flug etwas holprig und ich hatte oft schon ein bisschen Angst … außerdem hatten wir … recht unangenehme Leute eine Reihe vor uns. Ich glaube, das gesamte Flugzeug wird am Ende gewusst haben, wie eins der Kinder hieß (... JONATHAN!!). Whoa... es war so schlimm, da haben meine Ohropax auch nicht geholfen. 

Ich sah ständig auf die Uhr und irgendwie ahnte ich schon, dass wir wieder vor Problemen stehen würden. In Frankfurt angekommen, mussten wir nämlich das Terminal wechseln. Und Frankfurt ist ja bekanntlich riesig. 

Teilweise im schnellen Schritttempo, teils sogar gerannt, wollten wir dann zur Bahn, die beide Terminals miteinander verband. Um zu unserem Gate zu gelangen, mussten wir theoretisch unsere Boarding Cards vorweisen … tja, wenn man aber keine hat, ging das schlecht. Zum Glück waren wir nicht die einzigen, wo dort Endstation war. Der Mann sagte uns, dass der Flieger eh schon weg ist und wir es gar nicht versuchen müssten, den Flug nach Berlin zu bekommen. YAAAAY!

Ja ... Laune wieder total am Boden. Dann sind wir zum Lufthansa-Schalter, wo wir unsere Probleme ausschütten durften. Die Damen am Schalter waren auch eher fassungslos über Finnair und auch, dass wir keine Boardings-Cards von Finnair bekommen haben. Aber sie haben es endlich mal unkompliziert gemacht, haben unseren Flug auf den eine Stunde späteren Flug umgebucht. Nur mit dem Zusatz: „Um die Zeit ist bei den Taschenkontrollen immer sehr viel los, besser Sie beeilen sich“. Und wieder ging das Gerenne los. Bei der Kontrolle angekommen … war NICHTS! Da war NIEMAND! Wir kamen sofort dran! Da hätten wir gar nicht so rennen brauchen!!!

Sorgfältig packten wir dort unsere Sachen aus und wir wurden von den Kontrolleuren sogar gelobt, dass wir alles richtig auspacken ohne dass sie was sagen müssen. „Das mussten wir in den letzten 2 Tagen ja auch oft genug machen“, kam dann von mir leicht grinsend.

Dann sind wir zu unserem Gate. Dort stand die Schlange noch und dort merkten wir erst, dass der Flieger Verspätung hat und wir uns gar nicht so beeilen hätten müssen .............. Schön, dass man uns das erst zum Schluss sagt. 😓 Sind dann erst einmal auf die Toilette, um uns frisch zu machen. Wir waren fertig!

DANN saßen wir ENDLICH im Flieger Richtung BERLIN!!! Wir waren sooo froh! Der Flug war relativ entspannt, außer dass Mummel fast eine Weinflasche abbekommen hätte. Aber zum Glück traf es nur den Gang. ^^“ 

Wir waren wirklich froh, dass dieser laaaange Rückflug endlich vorbei war. Nur noch Gepäck abholen und dann ab nach Hause.

Tja... wäre zu schön gewesen. Keine Ahnung was wir verbrochen haben … Am Gepäckband warteten wir, bis unsere Koffer und Taschen kamen. Zwei Taschen kamen an … dann kam mein Koffer an … und Mummels .........................................................

Ich und auch Mummel waren zu fertig und zu müde, um uns aufzuregen. So gingen wir zum Lost and Found-Schalter, wo schon 6 Leute standen. Es war schon halb 12 in der Nacht. Dann kam irgendwann jemand vom Staff, der zu uns meinte, wir könnten das alles auch Online machen, da sie jetzt schließen .....................................................................

Die letzten 6, die anscheinend mit der letzten Maschine am Berliner Flughafen angekommen sind, konnte man nicht mehr dran nehmen??? Da kam die Wut dann doch noch mal kurzzeitig hoch. Nicht nur bei mir, sondern bei allen anderen, die ebenfalls in der Schlange standen. Keiner wollte gehen, bis sie uns dann doch noch alle dran genommen haben. Letztendlich haben sie nur unsere Daten aufgenommen. Ich dachte, dass sie zumindest mal schauen können, wo unser Koffer hängen geblieben ist. So hat man es schließlich in Helsinki auch gemacht, als mein Koffer nicht mitgekommen ist. Wozu hat man denn sonst diese Codes bei sich? Brachte alles nichts … sie würden sich bei uns melden, wenn sie mehr zum Aufenthaltsort des Koffers wüssten und sie könnten ihn auch per Post verschicken.

Dann fuhren wir Heim, ohne Mummels Koffer ..................... Dann war unser Rückflugtag endlich vorbei gewesen .........

Eine Nacht ausgeschlafen bekam ich am nächsten Morgen die SMS, dass Mummels Koffer in Frankfurt hängen geblieben und dass er auf dem Weg nach Berlin ist. Ich habe dann noch mal dort angerufen, wo man mir sagte, dass sie ihn dann per Post verschicken werden. Als ich dann fragte, ob man ihn auch persönlich abholen könnte, sagte man mir: Ja, das sei sogar noch besser, aufgrund der Feiertage. Dann setzte ich mich wieder ins Auto und mein Papa fuhr erneut mit mir nach Berlin. 

Am Flughafen gibt es einen extra Schalter, wo die Koffer hingeliefert werden und wo man sich hinwenden muss, wenn man seinen Koffer abholen möchte. Bin dann an den Schalter und dann sagte man mir, dass das heute nichts mehr wird … sie haben dort im Lager so viele Koffer und nur zwei Mitarbeiter. Ich müsste wieder nach Hause fahren, sie melden sich dann ......................................... Ich war so sauer!!! Wollten die mich eigentlich alle verarschen? Ich wurde dann zugegebenermaßen auch etwas zickig und sagte, dass ich nicht eher weggehe, bis ich meinen Koffer wieder habe! Eine andere Mitarbeiterin hat das wohl ein wenig mitbekommen, hat sich kurz mit ihrer Kollegin kurzgeschlossen. Die andere Dame fragte mich anschließend, wie der Koffer ausschaut, von wo er kommt etc. Keine 5 Minuten später kam die Dame wieder MIT UNSEREM Koffer. Oh Gott, ich war so froh.

Dann fuhren wir wieder nach Hause … und Weihnachten konnte endlich anfangen .......

Dass der Urlaub auf so eine Art und Weise endet, hätte wohl keiner von uns gedacht. Es war wirklich schrecklich und jedes Mal wenn ich daran zurück denke, wird mir wieder schlecht. Wir haben auch versucht Entschädigung für unseren ausgefallenen Flug zu bekommen. Da sagte man zunächst, dass wir keine Chance haben, dass der Ausfall wetterbedingt war. Nach einem halben Jahr, bekamen wir dann doch noch die Nachricht, dass wir eine Entschädigung erhalten. Damit hätten wir zu dem Zeitpunkt nicht mehr gerechnet, aber natürlich waren wir auch happy. Das Geld ging dann gleich wieder auf unser Sparkonto für unsere nächste Japan-Reise. 

Aber eins stand zu dem Zeitpunkt schon fest … nach bereits einigen Problemen mit Finnair, werden wir mit der Airline nicht mehr fliegen. Auch andere Bekannte haben uns davor abgeraten und uns empfohlen einfach eine zuverlässigere und größere Airline zu wählen, auch wenn der Flug dann teurer ist. Klar, dort wird es auch unvermeidliche Probleme geben, aber da wird einem besser geholfen, als bei einer Airline wie Finnair.

sAn

Montag, 25. Mai 2020

[2018.12.20] L'ArChristmas im Kino & Ebisu

Der letzte Tag ist angebrochen. Diesen verbrachten wir noch einmal in Shibuya und Umgebung. Ich wollte mich nämlich auf die Suche nach einem schönen Wintermantel machen. Hat etwas gedauert, aber irgendwann wurde ich auch fündig.  


Am Nachmittag bzw. frühen Abend sind wir dann ins naheliegende Toho Cinemas gegangen, nachdem wir unsere Einkäufe in einem der Schließfächer am Bahnhof verstaut hatten. Da wir für den zweiten Konzerttag von L'Arc~en~Ciel keine Tickets ergattern konnten, haben wir uns entschieden, das Live über die große Kinoleinwand mitzuerleben. Tickets haben wir dank Claudia und Aki ergattern können.

Es war ein relativ kleiner Kinosaal, aber es waren auch Fans mit dabei gewesen, die anscheinend auch eher weniger Glück hatten Tickets für diesen Tag zu bekommen. Eine Reihe vor uns zum Beispiel war ein junges Mädchen mit ihrem Vater (?), die anscheinend wie wir einen Tag zuvor im Tokyo Dome dabei sein durften. Das erkannte man leicht, da sie das weiße L'ed mit dabei hatten.

Viel gibt es zu dem Live nicht zu sagen, da die Setlist identisch zum Vortag war. Dieses Mal war hyde allerdings in weiß gekleidet, was mir um einiges besser gefiel und auch mehr zum L'ArChristmas passte. Auf diese Art konnten wir das Konzert noch einmal von ganz nah betrachten.

 

Nach dem Kino entschlossen wir uns noch einen kleinen Abstecher nach Ebisu zu machen. Leider mussten wir viele unserer Vorhaben für diesen Urlaub streichen. Vor allem einige Illuminations wollten wir sehen, aber aufgrund meiner Schmerzen ging das nicht. Da ich an diesem Tag relativ gut zu Fuß war (ich hatte wohl den schlimmsten Punkt der Schmerzen am Dienstag überwunden), wollten wir zumindest eine Illumination noch sehen. Daher fuhren wir nach Ebisu. Am Bahnhof angekommen haben wir wohl wieder mal den falschen Ausgang gewählt, jedenfalls wussten wir nicht gleich, wie wir zum Yebisu Garden Place kommen. Vom Bahnhof gab es eigentlich einen ziemlich praktischen Durchgang, aber irgendwie haben wir vollkommen die Orientierung verloren.

Irgendwann habe ich eine junge Frau angesprochen, die uns den Weg zeigte und ein paar Schritte sogar mit uns ging. Sie konnte auch so gutes Englisch und fragte mich, wie mir Japan gefällt und wie Weihnachten so in Deutschland ausschaut, ob wir auch schon einen japanischen Weihnachtsmarkt besucht haben.



Zu Weihnachten ist auch diese Promenade wundervoll beleuchtet und ein großer Weihnachtsbaum ist aufgestellt. Wer kennt diese Szenerie nicht aus dem Hana Yori Dango Film, wo Makino und Domjouji am Ende geheiratet haben?! 😉

Der winzig kleine Weihnachtsmarkt hatte um diese Uhrzeit aber leider schon geschlossen. 



Wir liefen noch ein wenig umher und genossen die letzten Minuten des letzten Tages. Es war wieder so unwirklich bald wieder in Deutschland zu sein, dass bald auch Heiligabend ist. Einerseits war ich ein wenig froh, dass es zurückging, aufgrund meiner Schmerzen, anderseits war ich natürlich wieder traurig, dass die Tage wieder so schnell vorbeigingen.


Von Ebisu aus ging es dann ein letztes Mal Richtung Oshiage Station.

Vor uns lag nur noch der Rückflug, der war allerdings alles andere als entspannend ...

sAn

Samstag, 23. Mai 2020

[2018.12.19] L'ArChristmas im Tokyo Dome

Der Tag war gekommen. Der Tag des ersten L'Arc~en Ciel L'ArChristmas Konzerts, für das wir Konzerttickets gewonnen haben. Das war wieder einfacher gesagt als getan und wir hatten schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass wir überhaupt Tickets bekommen. Der Ansturm bei L'Arc~en~Ciel ist und bleibt einfach enorm, egal wie lange sie pausieren. Letztendlich haben wir nur über die Overseas-Lotterie Tickets gewonnen, aber auch nur für einen Tag.

Da wir bereits unser Merchandise am Vortrag gekauft haben, brauchten wir an dem Tag nicht so früh aufstehen. Wir haben uns viel Zeit gelassen und beim naheliegenden Kombini noch etwas Proviant eingekauft.

Gegen Mittag sind wir dann zum Tokyo Dome aufgebrochen. Bereits auf dem Weg zu unserer Station am Skytree begegneten wir erste Laruku-Fans, die sich auf den Weg machten. Die Suidobashi Station lag zum Glück nicht unweit von der Oshiage Station entfernt. Dort angekommen gingen wir Richtung Tokyo Dome und sahen uns dort eine Weile um.


Spätestens dort waren wir wirklich glücklich darüber, dass wir bereits unsere Goods gekauft hatten, weil die Schlange noch immer sehr lang war und einiges auch schon ausverkauft. Wir haben uns allerdings trotzdem später noch einmal angestellt, weil es dort auch Goods gab, die man nicht im L'ArChristmas Park kaufen konnte. Aber wir warteten, bis die Schlange ein wenig kürzer wurde. Und an sich ging es auch wirklich schnell voran.

Schlange vor den Merchandise-Ständen

Unsere gekauften Goods 💖

Auf dem Tokyo Dome Vorplatz wurde der L'X Weihnachtsbaum aufgestellt, der zuvor noch im Yoyogi-Park bestaunt werden konnte. Auch einen Hurry Xmas Stand war zu finden, allerdings bildete sich auch davor eine lange Schlange. Die Säulen waren auch dieses Mal wieder einfach nur WOW. Vor jeder Säule bildete sich eine Traube und es wurden fleißig Fotos gemacht.






Wir hatten noch jede Menge Zeit, aber die wollten wir zum Entspannen nutzen. Bis Claudia und Aki von ihrem TBS-Dreh kamen, hatten wir noch knapp über eine Stunde. An diesem Tag war es wirklich schön und wir genossen noch einmal richtig die warme Sonne auf unserer Haut. Dann kamen Claudia und Aki und sie berichteten uns erst einmal ein wenig von ihrem Show-Dreh bei TBS, ohne zu viel zu verraten, denn die Ausstrahlung war erst für Januar geplant.

Mittlerweile wurde es auf dem Vorplatz des Tokyo Domes immer voller, die meisten stellten sich bereits bei ihrem Gate an. Es war schwer dort ein Durchkommen zu finden. Laut unserem kurz vorher zugeschickten QR-Code mussten wir zu Gate ! 41 ! Das lies schon erahnen, dass wir keinen guten Platz ergattern konnten. Seitdem sagte ich mir selbst immer wieder, „Dabei sein ist alles“. Denn im Tokyo Dome ganz oben zu sitzen … das wollte ich nie. Und jetzt war es trotzdem soweit gewesen. XD

An der ersten Kontrolle wurde unser QR-Code gescannt und unser Reisepass unter die Lupe genommen. Da unsere Namen vom QR-Code mit denen aus unseren Ausweisen selbstverständlich übereinstimmten, konnten wir weiter. Als nächstes wurde kurz in unsere Taschen geschaut. Aber das war eher ein kurzes Durchleuchten mit der Taschenlampe als eine richtige Kontrolle. Dann standen wir auf der Treppe und warteten, bis der Einlass los ging.


Es war alles wieder sehr gut organisiert und entspannt, trotz der Menschenmasse. Als wir in dem Dome reinkamen mussten wir vor dem Rang noch einmal unseren Code vorzeigen, damit sicher gegangen wurde, dass wir ja richtig waren. Dann ging es weitere Treppenstufen hoch und wir erkannten, dass unsere Plätze noch schlechter waren als vermutet. Wir hatten Plätze in der drittletzten Reihe von oben. Dafür hatte man einen super Ausblick auf die gesamte Halle und die Bühne. Doch die eigentlichen Hauptakteure durften wir nur als Miniaturen sehen. Keinerlei Chance auf Silberstreifen, Bananen, Luftballons oder ähnlichen. 

„Dabei sein ist alles, Sandra!“. 

Am Platz fanden wir auch unser L'ed, der im Ticketpreis inklusive war.





Ich werde nicht auf alles eingehen. Mittlerweile gibt es die Live DVD/Blu-Ray zu kaufen. Zwar nur vom zweiten Tag, aber bis auf die Kleidung der Band-Mitglieder gab es kaum große Unterschiede.

Das Konzert wurde durch ein Intro-Video eingeläutet. Dieses begann mit einer Eisfläche, auf denen zwei bis drei große Rentiere mit gigantischen Geweihen entlang rannten. Als nächstes sieht man einen riesigen Baum, umhüllt von Eis. Ein Kristallvogel setzt sich auf das atemberaubende Geweih von einem der Rentiere, bis er wieder davon fliegt. An dem rennenden Rentier fliegt ein Pfeil vorbei, der den von Eis ummantelnde Baum an seinem Stamm trifft.

L'ArChristmas-Intro ©WOWOW

Dann tauchen große Kristalle auf, in ihnen sind die Band-Mitglieder yukihiro, tetsuya, ken und hyde zu sehen. Die Kristalle zerbrechen einer nach dem anderen und gleichzeitig treten die Member auf die Bühne.

L'ArChristmas-Intro ©WOWOW

Als alle vier da waren, wurde die Bühne beleuchtet. Geschmückt war sie mit Eiskristallen und dahinter ein riesiger Baum, wie man es zuvor in dem Intro sah.

Tag 1 ©WOWOW

hyde trug ein fast komplett schwarzes mehrlagiges Outfit, mit viel Fell von Kopf bis Fuß, mit vielen Ketten und Spitze. Zumindest die Fellmütze tat er irgendwann ab. Er hatte dieses Mal blonde Rasterzöpfe und trug blaue Kontaktlinsen. Neben seinem rechten Auge hatte er kleines X bzw. Kreuz aufgemalt, seine Fingernägel waren silbermetallic lackiert.

tetsuya hatte einen grauen Mantel mit einem weißen Oberteil an, später trug er ein Hemd von Vetements Zürich. ken trug einen rötlichen Hut, ein Hemd mit einer grauen Weste. yukihiro hatte seine langen Haare nach hinten gebunden, auch er war in schwarz gekleidet.

hyde, tetsuya, ken, yukihiro - Tag 1 ©WOWOW

Das Live-Konzert begann mit winter fall.
Hier die komplette Setlist:

01. winter fall
02. Caress of Venus
03. snow drop
04. BLESS
05. Kuchizuke
06. fate
07. Dearest Love
08. MY HEART DRAWS A DREAM
09. Hurry Xmas
10. Driver's High
11. DIVE TO BLUE

Pause

12. Mirai Sekai
13. Shizuka No Umide
14. trick
15. X X X
16. Wings Flap
17. Link
18. White Feathers
19. Don't be Afraid
20. twinkle, twinkle
21. I Wish
22. Yuki no Ashiato


©WOWOW

Für mich wirkte das Konzert sehr winterlich. Es war keinesfalls die typische Setlist, die sie ihren Fans die letzten Jahre geboten haben, mit altbekannten Songs, die einfach viel Stimmung und Spaß machten. Es war mal ein Konzert der etwas anderen Art. Und genau das wollten die Fans zur Abwechslung auch einmal sehen.

Das Live war bestückt mit sehr vielen wunderschönen Balladen. Einige habe ich mir wirklich so sehr gewünscht. Zum Beispiel: Dearest Love, Mirai Sekai, Shizuka No Umide und White Feathers. Ich habe mich riesig darüber gefreut, diese Songs live hören zu dürfen. Ich habe solch eine Gänsehaut bekommen. Ich hab oft einfach nur meine Augen geschlossen und den Moment genossen.

Tag 1 ©WOWOW

Unsere L'eds leuchteten im wundervollen Takt der Musik und der Anblick war einfach atemberaubend (vor allem von dort oben 😂).

©WOWOW

MY HEART DRAWS A DREAM durfte zum Glück auch dieses Mal nicht fehlen. Ich bekomme immer wieder eine Gänsehaut und Tränen in den Augen, wenn alle zum Ende des Liedes anfangen zu singen. Zu diesem Part des Songs ist Hyde auch auf die Mittelbühne gegangen, damit er umringt von den Fans war.


©WOWOW

Hurry Xmas folgte. Ich glaube wir waren alle überrascht, dass sie Hurry Xmas bereits zu diesem Zeitpunkt spielten. Ich bin davon ausgegangen, dass es der Abschlusssong des L'ArChristmas Lives sein wird. Aber da sollten wir uns alle täuschen. Links und rechts an der Bühne hingen Weihnachtsbäume, die nach und nach beleuchtet wurden. Leider hatte der rechten Bäume wohl ein defekt, der blieb bis fast ganz am Schluss nämlich dunkel (einen Tag später funktionierte er dafür aber einwandfrei 😉)

Die L'eds leuchteten weiß, rot und grün und wechselten ihre Farben im Rhythmus. Zum Refrain wurde mit Hilfe der L'eds in den oberen mittleren Rängen die Aufschrift L'ArChristmas gebildet. Also wenn da keine Weihnachtsstimmung aufkam, dann weiß ich auch nicht mehr. XD

Ausschnitt aus Tag 2 - Hyde unter dem dieses Mal leuchteten Weihnachtsbaum ©WOWOW

Nach einem rasanten Driver's High ging es mit Dive to Blue weiter, ehe eine längere Pause kam. Der folgende Part schaffte es weder in die WOWOW-Aufzeichnung noch auf die DVD/Blu-Ray. Um uns während der Pause alle zu bespaßen, kamen nach und nach Weihnachtsmänner rein und liefen durch die unteren Ränge. Sie machten viele Scherze und schmissen signierte Bälle in die Menge. Im Hintergrund wurden weihnachtliche Klänge angespielt. Dann erschienen Weihnachtsmänner mit Sonnenbrillen auf der mittleren Bühne. Erst da stieg die DVD mit ein. Ein Drumset und die anderen Instrumente waren dort aufgebaut. Die Weihnachtsmänner brachten uns zum klatschen und zum lachen.

Dann kamen hyde mit einem Weihnachtsmantel und Weihnachtsmütze auf die Bühne, die er allerdings schnell wieder ablegte. Auch tetsuya, ken und yukihiro folgten ihm. Sie stimmten Mirai Sekai an. Auch ein Lied, welches ich mir gewünscht habe. Ich finde dieses „Einschlaflied“ einfach wunderschön, auch vom Text her. Viele blieben bei dem Song auf ihren Plätzen sitzen, anstatt wieder aufzustehen. In der Halle glänzten vereinzelte goldene Lichter auf. Zum Schluss wandelte Hyde den Satz „Oyasumi“ zu einem herzhaften „Merry Christmas“ um.

Tag 2 ©WOWOW

Weiter ging es mit Shizuka No Umide. Wie ich diesen Song liebe!! Er erinnert mich auch sehr an vergangen Jahre, wo ich den Song rauf und runter gehört habe. Und außerdem ist es ein Oldie von L'Arc, den sie nicht wirklich sehr oft spielen. Ich war so happy! Auch bei diesem Song konnten wir Zuschauer mitsingen.

Der Part, wo L'Arc auf der mittleren Bühne performten, ging zu Ende und trick wurde angespielt. Alle vier Bandmitglieder standen sich mit dem Rücken gegenüber, alle eine Gitarre in der Hand. Jedes Mitglied sang dabei einen Part von trick. Ein Song der besonderen Art, den wir Fans einfach liebten. Die kleine Bühne fuhr dabei langsam der Hauptbühne entgegen. Der erste, der sein Gesangstalent unter Beweis stellen durfte, war tetsuya. Danach folgten yukihiro und ken. Es war eine tolle Rockeinlage, die die Zuschauer ordentlich einheizte. Dann kam hyde wieder zum Einsatz. Am zweiten Tag verpasste hyde erst einmal seinen Einsatz. XD War wohl zu schön mal die anderen singen zu lassen. XD

Dann standen sie alle nebeneinander auf der Hauptbühne und performten den Rest des Songs mit hyde als Gesangsanführer, während die anderen weiter ihre Gitarren spielten.



Tag 2 ©WOWOW

Es folgten Songs wie X X X und Link, wo auch die unerreichbaren Silberstreifen herausgeschossen kamen. White Feathers beeindruckte mit umherfliegenden Federn. Vor twinkle, twinkle hatte tetsuya ein kurzes spaßiges MC. Dann kam ein Song, auf das ich mich RIESIG freute. Auf einem Christmas-Live durfte es auf keinem Fall fehlen: I Wish! Sie spielten zunächst eine wunderschöne Akustik-Version, bevor der richtige Song angestimmt wurde. Dazu kam hyde wieder auf die mittlere Bühne gelaufen. Gleich fingen alle an mitzuklatschen und mitzusingen. Die Lichter wechselten während des Refrains wieder in den Farben weiß, rot und grün.

Nach einem kurzen MC von hyde wurde der letzte Song, das Winterlied Yuki no Ashiato angestimmt und das Konzert der etwas anderen Art ging zu Ende.

Tag 2 ©WOWOW

Obwohl wir ganz oben saßen, hatte ich persönlich trotzdem meinen Spaß. Ich habe das Beste daraus gemacht und jede Minute genossen! 

Jede Flugminute vor Weihnachten, der Ticket-Stress und jeder Schmerz meiner Beine war es wert gewesen. 

Ich danke L'Arc~en~Ciel für jede einzelne Sekunde ihrer Lives, für jede Sekunde ihrer Songs, für jede Sekunde in denen sie mich und all ihre Fans glücklich machen. 

Ich liebe sie einfach so. Sie bringen mich zum lachen, sie bringen mich zum weinen, sie bringen mich zum verzweifeln. 

I love them so much!!


hyde hat in seinem MC gesagt, dass er die ganze Zeit Angst hatte, ob er überhaupt auftreten kann, denn seine Stimme war vor dem Live komplett weg gewesen und er musste ins Krankenhaus. Als ich das im Nachhinein erfuhr, war ich geschockt, aber auch überrascht, denn ich merkte davon gar nichts. Ab und an war seine Stimme vielleicht kratziger als sonst, aber ich hätte nie gedacht, dass er irgendwie krank wäre. Wenn ich daran denke, dass das Live auf der Kippe stand … das hätte uns auch noch gefehlt, aber zum Glück ging es Hyde zumindest so gut, dass er beide Konzerte gut überstand. Aber trotzdem sollte er mehr auf seine Gesundheit achten. T_T

Nach tetsuyas Bananen-Weitwurf war das Live zu Ende und wir gingen langsam zum Ausgang. Das dauerte verständlicherweise ein wenig länger, aber es ging alles sehr gesittet zu.


Draußen verabschiedeten wir uns von Claudia, die einen längeren Nachhauseweg mit dem Zug hatte. Mummel und ich sahen uns noch in der Gegend um.


Vor dem beleuchteten Weihnachtsbaum versammelten sich die Leute, weil jeder noch ein Foto haben wollte. Auch ich stürzte mich in die Menge. Es war echt schlimm, es wurde geschubst, gedrängelt. Wenn man sich nicht selbst irgendwie vor gedrängelt hätte, hätte man es wohl nie geschafft nach ganz vorne zu kommen, um ein Foto zu machen.



Danach gingen wir noch um den Tokyo Dome herum, weil natürlich alles so wunderschön beleuchtet war. Dann fuhren auch wir nach Hause.





sAn