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Freitag, 3. November 2023

[2022.10.30 - 31] Nach 2 Jahren und 10 Monaten zurück in Japan

Es hat wieder einmal lange gebraucht, bis ich meine Reiseberichte fertiggestellt habe und sie hier endlich hochlade. Inzwischen war ich schon ein weiteres Mal in Japan, auch dafür habe ich meine Reiseberichte schon so gut wie fertig, aber nun widme ich mich erst einmal Japan 2022.

Anfang 2020, als wir am 26. Januar aus Japan zurückgekehrt sind, hätten wir niemals für möglich gehalten, dass so viel Zeit verstreichen wird, bis unsere nächste Reise anstehen würde. Aber wer hätte damals schon mit einer Pandemie gerechnet? Außerdem war Japan in Richtung Einreisebestimmungen sehr streng und für ausländische Touristen war es unmöglich einzureisen.

Doch im Oktober 2022 war es endlich wieder soweit, die Regeln wurden gelockert und individuelle Reisen in das Land der aufgehenden Sonne war wieder möglich. Zumindest wenn man sich an bestimmte Regeln hielt, auf die ich später noch genauer eingehen werde.

Da ich für Ende Oktober/Anfang November zufälligerweise mein Jahresurlaub geplant hatte, haben wir die Chance gleich genutzt. Wir waren vom 30.10. bis zum 18.11.2022 in Japan.

Abflugtag – 30.10.2022

Am Tag unserer Abreise sind wir sehr zeitig um 3 Uhr morgens aufgestanden, da unser erster Flieger bereits um 08:45 Uhr von Berlin aus ging. Wir haben zuvor Online eingecheckt, das einzige, was wir vor Ort machen mussten, war per Self-Check-In unsere Koffer abzugeben, was alles problemlos und vor allem sehr schnell gelang. 


Nach knapp über einer Stunde Flug sind wir in Frankfurt gelandet. Planmäßig sollte es dann mit der ANA um 11:30 Uhr Richtung Tokyo Haneda gehen, leider kam es zu ein paar wenigen Minuten Verspätung.

Warten auf dem Flughafen, damals noch ordnungsgemäß mit Maske

Vor dem Boarding wurde der Status deiner MySOS-App von einer Flugbegleiterin kontrolliert. Erst dann durftest du das Flugzeug betreten. Hier komme ich zu den Regelungen, die man erfüllen musste, um nach Japan einreisen zu dürfen.
Man musste entweder dreifach geimpft oder genesen sein. In der App konnte man alle nötigen Zertifikate, wie das Impfzertifikat, Reisepass etc. hochladen. Wenn alle Dokumente ordnungsgemäß abgegeben und auch abgesegnet wurden, färbte sich der Bildschirm der App entweder blau oder grün (je nachdem, ob du geimpft oder genesen warst).





Aufgrund des Ukraine-Konflikts fliegen die Flüge zwischen Deutschland und Japan anders als zuvor. Unser Flug lief dieses Mal über die Türkei und China, war allerdings an manchen Stellen sehr holprig und turbulent.
Und ich muss hier auch einmal erwähnen, dass mir das Essen einmal sehr geschmeckt hat, das war glaube ich das allererste Mal, dass das bei mir der Fall war! 💓




Ansonsten war der Flug eher unspektakulär, außer dass ich zwei japanische Filme geschaut habe, zum einen "Gokushufudo (The Way of the Househusband The Cinema)", zum anderen "Wandering".




Ansonsten war der Flug komplett ausgebucht, auch mit vielen Ausländern. Kurz vor Landung hat man die üblichen Einreise- und Zolldokumente zum Ausfüllen erhalten.



Ankunft in Tokyo (Haneda Airport) – 31.10.2022

Ankunftszeit in Tokyo war für 08:40 Uhr morgens geplant. Ich hatte zuvor gelesen, dass die Einreise teilweise sehr lang dauern soll, aber so war es bei uns zum Glück nicht. Es ging alles sehr schnell und problemlos. Zunächst bekam man, je nach Farbe des Bildschirms der MySOS, eine Karte ausgehändigt, die man keine Minute später auch schon wieder abgeben musste. Auf dem Weg zur Grenzkontrolle gab es bestimmt 10 Leute, die einem den richtigen Weg zeigen wollten, für uns hieß es "links halten". Wir wurden an einen provisorischen Schalter geschickt, wo man zunächst die MySOS-App kontrollierte und den Reisepass scannte.



Danach wurde man weiter zur üblichen Passkontrolle geschickt, dann durfte man seine Koffer abholen und zum Schluss war da nur noch die Zollkontrolle, die aber auch wieder unproblematisch war.

Dann war es soweit, nach 2 Jahren und 10 Monaten waren wir wieder in Japan!!!! Einerseits war es ein seltsames, anderseits auch schnell wieder ein sehr vertrautes Gefühl. Die Freude war auf jeden Fall groß! 🎉🎊

In Japan hieß es nach wie vor: Maske auf!

Bevor es für uns weiterging, holte ich noch unser Portable WiFi von der Poststelle am Haneda-Airport ab. Anschließend ging es mit der Tokyo Monorail nach Hamamatsucho, wo wir dann mit der Yamanote Line nach Ikebukuro fuhren.

Da wir bis zu unserem Check-In in unsere Wohnung noch eine Menge Zeit hatten, haben wir in Ikebukuro eine kleine Pause eingelegt. Wir haben unsere Koffer in ein Schließfach getan und uns rund um den Bahnhof etwas umgeschaut. Es war zwar frühmorgens und eigentlich Frühstück-Zeit, aber wir hatten irgendwie Hunger auf: Kuchen!



Als wir etwas gestärkter waren, machten wir uns auf den Weg zur Kanamecho-Station, die nur eine Station von der Ikebukuro-Station entfernt lang. Leider hatte der Ausgang, der uns von unserem Vermieter empfohlen wurde, keinen Aufzug oder Rolltreppe. Beim Anblick der Treppen mussten wir fast weinen. 😭 Daher schleppten wir unsere Koffer hoch, was unglaublich anstrengend war. Vor den letzten paar Stufen, half uns zum Glück ein älterer Herr.



Die Airbnb-Wohnung selbst war schnell gefunden, dank der sehr guten Beschreibung des Vermieters.

Nachdem wir unsere Wohnung etwas begutachtet haben, packten wir unsere Koffer aus und erkundeten anschließend ganz in Ruhe unsere Gegend, besorgten Verpflegung in Kombinis und Supermärkten.





Für uns ging es dann schon gegen 20 Uhr ins Bett, weil wir wirklich krass fertig waren. Bei mir schlug allerdings der Jetlag zu, ich wachte nach 3 Stunden wieder auch und dann noch mal gegen 4 Uhr nachts ... 😵

sAn

Sonntag, 3. März 2019

[2018.05] Unsere Unterkunft in FUKUOKA

Wie die letzten Male zuvor berichte ich nun über unsere Wohnungen, die wir in dem Urlaub bezogen haben. Angefangen mit der in Fukuoka. Leider haben wir es versäumt gleich zum Anfang Fotos zu machen, daher gibt es von dem Schlafbereich nur ein Foto von der Website.

Gebucht haben wir erneut bei Airbnb. Es gab einen sehr netten Kontakt mit der Vermieterin, die uns während unseres Aufenthalts sogar noch einen kleinen Reisetipp gegeben hat. Wenn ich wieder nach Fukuoka reise, würde ich sehr gerne wieder einer ihrer Wohnungen buchen.

Die Wohnung ist sehr gut gelegen. 5-7 Minuten von der Tenjin-Minami Station entfernt, ein paar Meter weiter die Tenjin-Station. Auf dem Weg dorthin fand man eine Bushaltestelle. Mit dem Bus kam man innerhalb von ein paar Minuten zur Hakata Station, von der die ganzen Shinkansen abfahren. Besser hätte es nicht sein können. 


Die Wohnung befand sich in der dritten Etage und war recht klein, aber für zwei Personen, für Frühstücken und Nachts dort schlafen vollkommen ausreichend. Sie war sehr sauber und es hat uns an nichts gefehlt. 


Neben einer kleinen Küche, der Toilette und dem Bad, gab es zwei große Betten, auf denen man sich wirklich richtig schön breit machen konnte. Es war auch sehr gemütlich. Fernseher und einen kleinen Kleiderschrank gab es in der Ecke, wo man aber nicht viel reinbekam. So lebten wir eher wieder aus dem Koffer.  

Foto von Airbnb




Abends sind wir mit dem Fahrstuhl ganz nach oben gefahren, um den Blick über die Stadt zu sehen: 


Für den Preis und die Lage war die Wohnung wirklich super gewesen. Leider wird die Wohnung nicht mehr bei Airbnb angeboten. Seit Juni 2018 gibt es neue strenge Richtlinien für japanische Airbnb-Wohnungen. Die Wohnungen müssen festgelegten Standards entsprechen. Anscheinend ist diese Wohnung leider durchgefallen, obwohl wir sie wirklich sehr schön fanden. Allerdings bietet die Vermieterin noch andere Wohnungen in Fukuoka an, die bis heute verfügbar sind.

Die Wohnung war eigentlich unsere zweite Wahl gewesen. Wir haben zurvor eine andere Wohnung gebucht gehabt, allerdings war der Kontakt zur Vermieterin sehr schwierig, da sie NUR Japanisch sprach. Auch wenn man in Englisch schrieb, die Antwort erhielt man nur in Japanisch. Doch Google Translation war in dem Fall sehr behilflich. Außerdem bot die Wohnung kein Pocket WiFi an, was die Reise oftmals sehr erleichtert. Letztendlich kam es so, dass zwei Wochen vor Reisebeginn die Wohnung storniert wurde. Den genauen Grund weiß ich gar nicht mehr. Aber ich glaube die Wohnung, die wir dann letztendlich bewohnten, war sowohl von der Ausstattung als auch von dem Kontakt zur Vermieterin doch die bessere Wahl gewesen. ^^

sAn

Mittwoch, 20. Dezember 2017

[2017] Unsere Unterkunft in KOBE



Schlussendlich komme ich nun zu unserer Wohnung in Kobe, die wir dieses Jahr bezogen.
Unsere Erwartungen waren an sich nicht sehr hoch, da die Wohnung für 6 Nächte noch nicht einmal 300 Euro kostete. Aber die Fotos sahen gut aus und die Bewertungen ehemaliger Gäste waren extrem super.

Die Wohnung lag ca. 5 Minuten von der Sannomiya Station entfernt, ganz in der Nähe eines Don Quijote. Zugegeben, die umliegende Straße war nicht die sauberste und dort befanden sich glaube ich recht viele Clubs, aber nachts war es auch hier sehr ruhig, da sich die Wohnung in einer Seitenstraße befand.

Die Wohnung befand sich hier im 5. Stockwerk. Als wir die Wohnung betraten, war das erste was wir sagten „Wow!“. Der erste Eindruck war beeindruckend.
Zwar sehr klein, aber für zwei Personen gerade so richtig. Nach beim näheren Hinsehen waren wir noch begeisterter. Es duftete aus jedem Zimmer, sei es die Toilette, das Bad oder das Wohnzimmer. Es war alles sehr liebevoll eingerichtet. Duftperlen im Waschbecken im Bad, kleine süße Doraemon Figuren auf dem Wohnzimmertisch mit kleinen Leckereien, und viele kleine andere Dinge, die man so gebrauchen könnte, wie viele nützliche kleine Hygiene-Artikel, Fusselrollen, genug Stauraum für Klamotten, Zusatzdecken wenn's mal Kälter wird, Wasser und Kaffee im Kühlschrank und eine sehr schöne Anleitung für Fernsehen, Klimaanlage und andere Dinge. Nicht zu vergessen die tolle Deckenlampe, deren Licht man nach Belieben einstellen konnte ... warmes Licht, heller oder doch etwas dunkler. Und das praktischerweise alles mit Fernbedienung.^^
Es war unglaublich sauber, da konnte man sich einfach nur pudelwohl fühlen. Genau das Gegenteil zu der Wohnung, die wir in Tokyo hatten. Dabei war die in Kobe so viel günstiger. Das war das, was wir einfach nicht fassen konnten.







Nur die Aussicht vom Balkon war nicht soooo schön,
aber wenigstens war die Gegend nachts ruhig

Bei dieser großen Liebe zum Detail konnte man kaum glauben, dass der Vermieter ein junger Mann war.^^ Hahah xD
Der Kontakt zum Vermieter war auch sehr gut und freundlich. Er bedankte sich anschließend sogar noch bei uns, dass wir die Wohnung so sauber hielten und auch für den kleinen Notizzettel, mit dem wir uns bedankten und für die Nimm2-Bonbons. ^__^

Also wenn ihr mal in Kobe seid und ihr zusammen mit einem Freund oder Freundin eine schöne Wohnung sucht, dann kann ich euch diese einfach nur ans Herz legen!
Einfach fantastisch gewesen! Ich habe die Wohnung geliebt!!!

sAn

Mittwoch, 22. November 2017

[2017] Unsere Unterkunft in TOKYO

Wie das letzte Mal auch schon haben wir unsere Wohnung über Airbnb gefunden. Uns war es wichtig, dass unsere Wohnung in der Nähe des Tokyo Domes war, denn wir hatten keine Lust nach dem Konzert noch ewig mit der Bahn zu fahren, vor allem nicht wenn 50.000 Leute versuchen von dort wegzukommen. Als wir uns auf die Wohnungssuche machten, waren bereits viele Wohnungen ausgebucht und wir hatten nicht mehr so viel Auswahl. Wir hätten auch sehr gerne die Unterkunft von 2016 genommen, weil die einfach nur fantastisch war, aber diese war recht weit vom Tokyo Dome entfernt.
Wir hatten am Ende nur zwei Wohnungen zur Auswahl. Eine recht große Unterkunft im altjapanischen Stil, wo es aber ein Gemeinschaftsbad gab, daher recht günstig, … oder halt die Super Mario Wohnung, die aber recht teuer war. Ich nenne keine genauen Preise, da diese ja immer variieren, aber es waren leider knapp über 1.000 Euro.

Da wir parallel auch eine Wohnung in Kobe suchten und dort eine extrem günstige fanden, dachten wir uns, gönnen wir uns mal die teurere Wohnung in Tokyo und wir entschieden uns letztendlich für Super Mario.

Die Wohnung befand sich mitten in Akihabara. Weniger als 5 Minuten erreichte man die Suehirocho Station, mit der Ginza-Line. Ca. 10 Minuten war die JR Akihabara Station entfernt. Man befand sich direkt im bunten, lauten und sehr beliebten Anime-Manga-Game-Bezirk, trotzdem war es nachts relativ still, da sich die Wohnung in einer Seitenstraße befand.

Der Check In war leider nicht sehr flexibel. Da früh an unserem Anreisetag noch unsere Vormieter auscheckten und noch sauber gemacht werden musste, durften wir erst ab 15 Uhr in die Wohnung. Aber uns wurde vorher der Vorschlag gemacht, dass wir unsere Koffer wenigstens dort abstellen können, falls wir früher da sind. So war es dann auch. Wir trafen vor Ort auch noch die „Putzfrau“ an. Wir stellten die Koffer ab und kamen dann später wieder.

Die Wohnung befand sich im dritten Stockwerk. Es hatte zum Glück ein Fahrstuhl, was uns auch sehr wichtig bei unserer Wohnungswahl war.
Im Gegensatz zu unserer Wohnung 2016 in Tokyo war diese recht geräumig. Für 3 Gäste würde ich es empfehlen, ausgeschrieben ist es bis 5 Personen, was ich allerdings schon etwas zu viel für die Wohnung finde.

Wie es in Japan üblich ist, ist Toilette und Bad getrennt. Allerdings fehlte ein ordentliches Waschbecken zum Zähneputzen. Das musste man leider dann am Becken in der Küche machen.
Küche, High-Tech-Toilette (aber nicht sooo High-Tech wie 2016 ^_~) und Bad waren ansonsten so, wie man es von japanischen Wohnungen gewohnt ist.

Das Wohnzimmer war unser Schlafbereich. Es gab ein Doppelbett und noch eine ausgeklappte Couch. Im Doppelbett schlief Mummel, während ich es mir auf der Couch gemütlich machte. Perfekt, da ich abends meist noch etwas Fernsehen wollte. Betten waren aber sehr gemütlich und da gab es nicht wirklich was auszusetzen. Wir hatten einen Schrank, in dem aber nicht viel Platz war. Aber das wichtigste konnten wir trotzdem irgendwo verstauen.
Es gab Klima-/Heizanlage, Waschmaschine, Bügeleisen, alle nötigen Putzutensilien, die man benötigte. Nicht zu vergessen die Nintendo Wii und Super Nintendo mit sehr vielen Spielen, die man zocken konnte, wenn einem in Tokyo mal langweilig wird (für uns war sie also überflüssig xD).

Alles war im Super Mario-Stil eingerichtet. Mario, Luigi, Toad-Plüschis an jeder Ecke, die Toilette war ebenfalls in dem Stil beklebt und es gab natürlich auch Mario und Luigi Hausschuhe.

Auf dem ersten Blick war an sich alles sehr schön, aber ... auf dem zweiten Blick eher weniger. Denn es war leider nicht an jeder Ecke so sauber, wie man sich das wünscht.
Am schlimmsten war das Bad. Mummel hat einen Blick unter die Abflussklappe gewagt und war nur total geekelt.
Was auch fehlte, ein Stöpsel für die Badewanne - ein erholsames Bad war also nicht drin.

Das Sofa war leider auch nicht mehr das sauberste … ja … ich wollte gar nicht mehr weiter darüber nachdenken und nach dem Dreck suchen.



Für das Geld, das wir für die Wohnung ausgaben, hätten wir etwas mehr Sauberkeit erwartet und wir waren letztendlich doch enttäuscht gewesen. War wirklich schade.
Ein weiterer Minuspunkt war, dass das Pocket Wi-Fi nicht wirklich gut funktionierte. Weder auf meinem Handy, noch auf dem Laptop. Ich hab es bei der Vermieterin angesprochen, aber da sie deswegen noch keinerlei Beschwerden hatte, wusste sie auch nicht so ganz, was da los war.

Der Kontakt zu unserer Vermieterin war aber sonst sehr gut. Sie versuchte uns immer zu helfen, vor allem als es um meinen verlorengegangenen Koffer ging, der Tage später zu uns geliefert wurde.

sAn

Sonntag, 29. Mai 2016

[2016] Unser Hotel in KOBE


Nun komme ich zu unserem Hotel in Kobe, wo wir die zweite Hälfte unseres Urlaubes verbrachten.
Es war nicht nur eine große Umstellung von so einer riesigen und vielbeschäftigten Stadt wie Tokio in eine kleinere Stadt wie Kobe zu reisen. Abends ist da nicht so wirklich viel los auf den Straßen, man musste auf einmal auf der anderen Seite der Rolltreppe stehen und die U-Bahnen sind alles andere als voll (wie das zu den Stoßzeiten ist, weiß ich allerdings nicht). Trotzdem ist Kobe die sechstgrößte Stadt Japans, wie ich erfuhr.
Anfangs war die Umstellung zwar etwas schwierig, aber nach 'ner Zeit freundete ich mich immer mehr mit der Stadt an und ich kann heute sagen, dass ich Kobe wirklich gerne habe. Das wäre schon so eine Stadt für mich, nicht zu groß wie Tokyo, aber auch nicht zu winzig.

Aber es soll ja hier nicht direkt um die Stadt Kobe gehen, sondern eher um das Hotel.


Unser Hotel, Pearl City Hotel Kobe, befand sich auf Port Island, also auf der künstlich erbauten Insel. Wenn man nicht gerade ein Auto hatte, musste man mit dem Port Liner fahren, um auf die Insel zu gelangen. Die war leider immer etwas teurer als die normalen Metro Lines. Der Port Liner ist übrigens fahrerlos und wenn man ganz vorne saß, hatte man manchmal das Gefühl, man fährt Achterbahn.

Aber es soll in dem Artikel auch nicht um den Port Liner gehen, sondern um unser wundervolles und einzigartiges Hotel!
Lest den letzten Satz bitte mit sehr viel Ironie! Denn es war alles andere als wundervoll.
Wir waren ziemlich enttäuscht gewesen.
Im Internet auf den Fotos sah das 3-Sterne Hotel nämlich um einiges besser aus als in echt.
Und auch wenn die Lobby wirklich edel aussieht, sobald man in eines der Zimmer geht, erkennt man, dass nicht das ganze Hotel edel ist. "Außen hui, innen pfui", sagten wir uns immer.

Wir wurden erst einem Zimmer zugewiesen, was gar nicht ging. Es war dreckig, staubig und wir wollten uns gar nicht ausmalen, was das für seltsame Flecken an der Wand waren.
Wir entschieden, uns zu beschweren und ein anderes Zimmer anzufordern, welches wir dann auch bekamen. Aber die Dame vom Empfang machte uns auf den Weg dorthin schon keine großen Hoffnungen, dass das andere Zimmer besser sei. Na wenigstens sind sie ehrlich ... =__=
Wir checkten kurz die Lage und nachdem wir sahen, dass es ein wenig sauberer war als das andere, bezogen wir stattdessen dieses Zimmer.
Allerdings war es trotzdem nicht gerade schön. Na ja ... wenn man aus so einer schönen Wohnung in Tokio kommt, ist es sicher schwierig einem zufrieden zu stellen.

Natürlich war das Zimmer recht klein, aber in Japan darf man leider nichts anderes erwarten.
Überraschenderweise konnte ich aber dort besser schlafen. Was vielleicht daran lag, dass ich mein eigenes Bett hatte (nichts gegen dich, Hoshi^^) und das Bett auch riesig und sehr gemütlich war.

Man hatte leider keinen Schrank, in dem man irgendetwas reinlegen konnte. Hieß also für uns, die ganze Zeit aus dem Koffer zu leben.

Fernsehprogramm war dieses Mal besser, alle bekannten Sender dabei gewesen, nur waren wir in der Woche immer sehr spät erst wieder auf dem Zimmer und dann hatte ich meist auch keine Lust mehr irgendwas zu schauen.

Das Klo hatte zwar auch ein paar Funktionen, aber leider keinen beheizbaren Sitz. Es hatte zwar auch ein paar Zusatzfunktionen, aber noch lange nicht so viele wie das wunderbare Klo aus Tokio.
Das Wasser was aus der Leitung kam, war irgendwie komisch. In Japan ist man meist chlorhaltiges Leitungswasser gewöhnt, was aber auf das Wasser im Hotel nicht zutraf. Ich und Hoshi haben kurze Zeit später auch seltsamen Ausschlag auf Armen und Rücken bekommen.

Wir haben natürlich den Zimmerservice genutzt. Jeden Tag, bis auf ein paar Ausnahmen, haben sie bei uns sauber und die Betten gemacht. Was mir das eine Mal zum Verhängnis wurde.
An einem Tag habe ich aus lauter Hektik meine Schlafklamotten unter meine Decke getan, so wie ich es Zuhause immer mache.
Ja … die waren dann weg! Nicht mehr auffindbar. Da hat wohl der Zimmerservice einfach das gesamte Bettzeug genommen und nicht darauf geachtet, ob sich was darunter befindet.
Eigentlich wollten wir am Empfang unten danach fragen, aber irgendwie fielen uns nicht wirklich die richtigen Worte ein, damit die auch wirklich verstehen, was wir von denen wollen.
Daher habe ich meine Schlafklamotten aufgegeben und mir was anderes zum Schlafen aus meinem Koffer gesucht. Waren ja nur noch ein paar Tage.
Aber trotzdem ziemlicher Mist seitens des Hotels.

Wir haben auch immer so eine Art Hausmantel aufs Bett gelegt bekommen. Nicht diese Haus-Yukatas, eher noch etwas westlicher geschnitten. Haben wir natürlich nie angezogen und da wir die nicht brauchten, haben wir sie immer in den Schrank getan, wo der Berg von Tag zu Tag größer wurde, denn der Zimmerservice hat immer wieder neue aufs Bett gelegt, ohne die alten einzusammeln (da sie sie im Schrank wahrscheinlich auch nicht gesehen habe). XD War schon irgendwie witzig.

Ja ansonsten … das Personal war an sich ganz nett, außer das der eine so gut wie kein Englisch sprach, was ich etwas unpraktisch für ein Hotel finde. Dafür waren sie in anderen Sachen wieder aufmerksamer und sehr freundlich.


Der größte Pluspunkt war wohl der Hotel Shuttle Bus, den wir jeden Tag fast stündlich nutzen konnten. Und das kostenlos. Damit sparten wir jede Menge Geld, das wir sonst für den teuren Port Liner ausgeben hätten müssen.

Dafür, dass das Hotel recht enttäuschend war, war es relativ teuer. Was einem noch zusätzlich geärgert hat.
Also von unserer Seite ist das Hotel nicht zu empfehlen.



sAn

Dienstag, 24. Mai 2016

[2016] Unsere Unterkunft in TOKIO

Da uns ein paar schon gefragt haben, wie denn unsere Wohnung bzw Hotel in Bildern aussieht, dachte ich mir schreibe ich darüber mal einen extra Eintrag. Dabei werden die beiden Einträge recht unterschiedlich ausfallen.

Ich beginne mit unserer Wohnung, in der wir die erste Hälfte unseres Urlaubes verbracht haben.
Wir haben diese durch Airbnb gefunden. Für die Lage, für die Jahreszeit (Kirschblütenzeit) und auch von der Ausstattung her war die Wohnung preislich wirklich sehr gut.

Man hatte keinen persönlichen Kontakt zum Vermieter, man hatte nur Mail-Kontakt bzw bekam man für den Notfall noch Telefonnummer und Adresse des Vermieters.
Dass man den Vermieter nicht antrifft, scheint keine Seltenheit zu sein. 2014 war es auch schon so und ich weiß von einigen Bekannten, dass es bei ihnen auch so war.
Wir kennen es ja auch etwas anders, wenn wir zum Beispiel nach Paris gefahren sind. Da hat man die Vermieter immer angetroffen.

Aber diese Art von Kontakt fand ich an sich nicht wirklich schlimm, solange auch wirklich alles gut geht und es keine Probleme mit der Wohnung gibt.

Wir hatten unsere Wohnung nahe des Tokyo Towers, im Mita Bezirk. Gleich 3 Bahnstationen waren in unmittelbarer Nähe gewesen. Und wie wir auch selbst sahen, wohl ein beliebter Ort für kurze Drehs für Jdorama und Movies (kein Wunder mit dem Tokyo Tower im Hintergrund).

Die Wohnung war zwar wieder recht klein, aber wer Japan kennt, weiß, dass große Wohnung da wirklich eine Seltenheit sind, vor allem in der Megametropole Tokio.
Für 3 Personen war die Wohnung aber ziemlich perfekt.

Wir hatten ein Doppelbett (was zwar etwas klein war, aber naja) und ein Schlafsofa, dass laut Mummels Aussagen auch vollkommen in Ordnung war.

Das einzige was ich nicht so wirklich mochte, war das extrem kleine Bad. Extrem kleines Waschbecken und nicht viel Raum zum Bewegen. Dafür hatte man aber zum Glück im Flur noch einen größeren Spiegel, den wir hinstellen konnten, wo wir ihn gerade früh brauchten.
Zu der Dusche muss ich denke ich nicht viel sagen. Wie immer befremdlich - der Spiegel in der Dusche, aber mittlerweile sind wir selbst auch das schon gewohnt. xD

Das große Highlight war wohl die Toilette.
Da denkt man, dass einem keine Toilette mehr überraschen kann, nachdem man schon zwei Mal in Japan war, aber dem war nicht so.
Man öffnete die Tür – Der Klodeckel ging auf, die Kloschüssel war von innen beleuchtet.
Man saß sich drauf – Es fing an klassische Musik zu spielen. Leider sind wir nicht so sehr in der klassischen Musik bewandert, dass wir euch das Stück nennen können. Wenn wir es wieder hören würden, würden wir es denke ich sofort erkennen.
Natürlich hatte man einen beheizten Sitz und noch so einige andere Zusatzfunktionen, wie das Duftspray oder die Dusche.
Wenn man fertig mit seinem kleinen oder großen Geschäft war und man wieder aufgestanden ist, spülte es natürlich von alleine. Und dann?
Man durfte einfach gehen, denn der Klodeckel ging dann irgendwann von alleine zu. Das hörte man immer so schön am Piepsen, wie eine Verabschiedung. XD
Ja, nach ner Zeit kam es dann auch schon mal vor, dass man mit dem Klo redete. Hoshi hatte fast täglich ein Date mit der Toilette, sobald sie zuhause ankam, man begrüßte es mit „Hallo Klo“ und man verabschiedete es traurig mit „Bye bye, wir werden dich vermissen“.
Ich weiß, wir sind verrückt. XD

Weiter geht es mit der Küche, die auch durchaus in Ordnung war. Man hatte einen riesen Kühlschrank, den man nie ansatzweise füllen konnte. Gekocht haben wir eigentlich auch nie.
Der Toaster war auch unser früh täglicher Freund, mit dem wir unsere fetten Toastbrots getoastet haben.
Auch zu erwähnen ist der Mülleimer. Zwar so ziemlich klein, aber auch voll automatisch, mehr oder weniger.
Als ich das erste Mal davor stand fragte ich erst „Wie geht denn der Mülleimer auf“, bis ich die Knöpfe sah, mit denen ich ihn auf und zumachen konnte.
Später bemerkten wir, dass wir noch nicht einmal die Knöpfe brauchten, denn der Mülleimer öffnete sich von ganz allein, sobald man mit der Hand in seine Nähe kam.



Der Wohnbereich war auch wunderbar und recht gemütlich. Es gab dann auch einen Balkon. Aber da es abends doch noch recht frisch war und es jetzt auch nicht die übelst tolle Aussicht gab, waren wir kaum draußen, außer Mummel wollte rauchen.
In der Wohnung war Rauchverbot, aber in der Beschreibung stand zur Erleichterung von Mummel, dass man gerne auf dem Balkon wenigstens rauchen darf.^^



Was ich auch weniger toll fand war – das Fernsehprogramm.
Ich mag japanisches Fernsehen, aber wenn man nur die BS Sender (Bezahlprogramm wie Sky) zur Verfügung hat, wird das recht langweilig und öde. Früh habe ich immer gerne Fernseher an, aber man fand nicht wirklich immer was gescheites. :(
Und Abends zu Zeiten von Jdorama und tollen TV-Shows hat man auch nichts gescheites gefunden.
Ausgerechnet zu der Zeit, als wir in Tokio waren, wurden ein paar Sendungen mit Gackt angekündigt, die ich mir gerne anschauen wollte, aber war ja leider nicht möglich.
Aber egal. So hatten wir den Fernseher nicht wirklich oft an und sind irgendwann auf Musik umgesprungen.

Einen weiteren kleinen Minuspunkt gibt es für die Beschreibung, wohin wir den Müll bringen müssen. Hoshi und ich haben uns dumm und dämlich gesucht. Die Beschreibung "links neben dem Gebäude" war nicht wirklich hilfreich, wenn man nicht schreibt welches links und dass man nach einer Tür Ausschau halten muss, auf der auf Japanisch wohl was mit "Müll" stand. ^^" 

Es gab zwei Klimaanlagen, einmal im Wohnbereich und einmal im Schlafzimmer. Mit der einen hatten wir öfter mal Probleme den Turbo anzumachen (also nicht um die Bude kalt zu kriegen, sondern um's warm zu haben), aber irgendwann hatten wir den Dreh heraus.

Ein Pluspunkt war das Portable Wi-Fi, dass man wirklich überall mithin nehmen konnte und uns oft dabei half den richtigen Weg zu finden. Aber so ein Pocket Wi-Fi gibt es ja mittlerweile ja auch schon in fast jeder Wohnung dort.

Die Wohnung war sehr sauber, hatten da wirklich nichts auszusetzen und auf den Wunsch, dass wir gerne ein Bügeleisen wollen, wurde auch eingegangen.
Diese Wohnung würden wir auf jeden Fall gerne noch einmal nehmen, wenn wir wieder hinfliegen. Im Gegensatz zu unserer Wohnung, die wir 2014 in Tokio bezogen, war die einfach optimal.
Dafür gab es natürlich eine Top-Bewertung! ^__^

sAn