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Freitag, 3. November 2023

[2022.10.30 - 31] Nach 2 Jahren und 10 Monaten zurück in Japan

Es hat wieder einmal lange gebraucht, bis ich meine Reiseberichte fertiggestellt habe und sie hier endlich hochlade. Inzwischen war ich schon ein weiteres Mal in Japan, auch dafür habe ich meine Reiseberichte schon so gut wie fertig, aber nun widme ich mich erst einmal Japan 2022.

Anfang 2020, als wir am 26. Januar aus Japan zurückgekehrt sind, hätten wir niemals für möglich gehalten, dass so viel Zeit verstreichen wird, bis unsere nächste Reise anstehen würde. Aber wer hätte damals schon mit einer Pandemie gerechnet? Außerdem war Japan in Richtung Einreisebestimmungen sehr streng und für ausländische Touristen war es unmöglich einzureisen.

Doch im Oktober 2022 war es endlich wieder soweit, die Regeln wurden gelockert und individuelle Reisen in das Land der aufgehenden Sonne war wieder möglich. Zumindest wenn man sich an bestimmte Regeln hielt, auf die ich später noch genauer eingehen werde.

Da ich für Ende Oktober/Anfang November zufälligerweise mein Jahresurlaub geplant hatte, haben wir die Chance gleich genutzt. Wir waren vom 30.10. bis zum 18.11.2022 in Japan.

Abflugtag – 30.10.2022

Am Tag unserer Abreise sind wir sehr zeitig um 3 Uhr morgens aufgestanden, da unser erster Flieger bereits um 08:45 Uhr von Berlin aus ging. Wir haben zuvor Online eingecheckt, das einzige, was wir vor Ort machen mussten, war per Self-Check-In unsere Koffer abzugeben, was alles problemlos und vor allem sehr schnell gelang. 


Nach knapp über einer Stunde Flug sind wir in Frankfurt gelandet. Planmäßig sollte es dann mit der ANA um 11:30 Uhr Richtung Tokyo Haneda gehen, leider kam es zu ein paar wenigen Minuten Verspätung.

Warten auf dem Flughafen, damals noch ordnungsgemäß mit Maske

Vor dem Boarding wurde der Status deiner MySOS-App von einer Flugbegleiterin kontrolliert. Erst dann durftest du das Flugzeug betreten. Hier komme ich zu den Regelungen, die man erfüllen musste, um nach Japan einreisen zu dürfen.
Man musste entweder dreifach geimpft oder genesen sein. In der App konnte man alle nötigen Zertifikate, wie das Impfzertifikat, Reisepass etc. hochladen. Wenn alle Dokumente ordnungsgemäß abgegeben und auch abgesegnet wurden, färbte sich der Bildschirm der App entweder blau oder grün (je nachdem, ob du geimpft oder genesen warst).





Aufgrund des Ukraine-Konflikts fliegen die Flüge zwischen Deutschland und Japan anders als zuvor. Unser Flug lief dieses Mal über die Türkei und China, war allerdings an manchen Stellen sehr holprig und turbulent.
Und ich muss hier auch einmal erwähnen, dass mir das Essen einmal sehr geschmeckt hat, das war glaube ich das allererste Mal, dass das bei mir der Fall war! 💓




Ansonsten war der Flug eher unspektakulär, außer dass ich zwei japanische Filme geschaut habe, zum einen "Gokushufudo (The Way of the Househusband The Cinema)", zum anderen "Wandering".




Ansonsten war der Flug komplett ausgebucht, auch mit vielen Ausländern. Kurz vor Landung hat man die üblichen Einreise- und Zolldokumente zum Ausfüllen erhalten.



Ankunft in Tokyo (Haneda Airport) – 31.10.2022

Ankunftszeit in Tokyo war für 08:40 Uhr morgens geplant. Ich hatte zuvor gelesen, dass die Einreise teilweise sehr lang dauern soll, aber so war es bei uns zum Glück nicht. Es ging alles sehr schnell und problemlos. Zunächst bekam man, je nach Farbe des Bildschirms der MySOS, eine Karte ausgehändigt, die man keine Minute später auch schon wieder abgeben musste. Auf dem Weg zur Grenzkontrolle gab es bestimmt 10 Leute, die einem den richtigen Weg zeigen wollten, für uns hieß es "links halten". Wir wurden an einen provisorischen Schalter geschickt, wo man zunächst die MySOS-App kontrollierte und den Reisepass scannte.



Danach wurde man weiter zur üblichen Passkontrolle geschickt, dann durfte man seine Koffer abholen und zum Schluss war da nur noch die Zollkontrolle, die aber auch wieder unproblematisch war.

Dann war es soweit, nach 2 Jahren und 10 Monaten waren wir wieder in Japan!!!! Einerseits war es ein seltsames, anderseits auch schnell wieder ein sehr vertrautes Gefühl. Die Freude war auf jeden Fall groß! 🎉🎊

In Japan hieß es nach wie vor: Maske auf!

Bevor es für uns weiterging, holte ich noch unser Portable WiFi von der Poststelle am Haneda-Airport ab. Anschließend ging es mit der Tokyo Monorail nach Hamamatsucho, wo wir dann mit der Yamanote Line nach Ikebukuro fuhren.

Da wir bis zu unserem Check-In in unsere Wohnung noch eine Menge Zeit hatten, haben wir in Ikebukuro eine kleine Pause eingelegt. Wir haben unsere Koffer in ein Schließfach getan und uns rund um den Bahnhof etwas umgeschaut. Es war zwar frühmorgens und eigentlich Frühstück-Zeit, aber wir hatten irgendwie Hunger auf: Kuchen!



Als wir etwas gestärkter waren, machten wir uns auf den Weg zur Kanamecho-Station, die nur eine Station von der Ikebukuro-Station entfernt lang. Leider hatte der Ausgang, der uns von unserem Vermieter empfohlen wurde, keinen Aufzug oder Rolltreppe. Beim Anblick der Treppen mussten wir fast weinen. 😭 Daher schleppten wir unsere Koffer hoch, was unglaublich anstrengend war. Vor den letzten paar Stufen, half uns zum Glück ein älterer Herr.



Die Airbnb-Wohnung selbst war schnell gefunden, dank der sehr guten Beschreibung des Vermieters.

Nachdem wir unsere Wohnung etwas begutachtet haben, packten wir unsere Koffer aus und erkundeten anschließend ganz in Ruhe unsere Gegend, besorgten Verpflegung in Kombinis und Supermärkten.





Für uns ging es dann schon gegen 20 Uhr ins Bett, weil wir wirklich krass fertig waren. Bei mir schlug allerdings der Jetlag zu, ich wachte nach 3 Stunden wieder auch und dann noch mal gegen 4 Uhr nachts ... 😵

sAn

Sonntag, 23. Oktober 2022

[2020.01.26] Rückflug nach Deutschland

Unsere Rückreise stand bevor. 😓 Nach ein wenig packen und ein paar weiteren unschönen Entdeckungen in der Wohnung, in der wir 6 Tage lang wohnten, ging es für uns nach Shinjuku.



Von dort aus haben wir uns Plätze im Bus Richtung Haneda-Airport reserviert, allerdings … haben wir den leider verpasst, da wir den Bussteig nicht gefunden haben. Letztendlich, um uns noch weiteren Stress zu ersparen, haben wir uns ein Taxi genommen. Das wurde zwar ein wenig teurer, aber Hauptsache wir kamen sicher und noch pünktlich am Flughafen an. 

Auf dem Haneda-Airport angekommen, checkten wir erst einmal ein und bekamen unsere schweren Koffer los. Dann schauten wir uns noch ein wenig auf dem Flughafen um, der einige schöne Ecken hatten. Leider war es sehr verregnet, so konnten wir uns nicht noch gemütlich draußen hinsetzen und den Flugzeugen nachschauen.









Anschließend ging es um ca. 11:20 Uhr mit der All Nippon Airways (ANA) Richtung Frankfurt.



Blick auf Odaiba

Der Flug war recht angenehm. Das Essen war zwar wieder mal nicht so meins, aber ich konnte den einen oder anderen Film schauen. Unter anderem "Little Nights, Little Love". Ich hätte zu diesem Zeitpunkt niemals zu ahnen gewagt, dass es der letzte Film sein wird, den ich mit Miura Haruma in der Hauptrolle sehen werde ........ Ungefähr ein halbes Jahr später nahm er sich das Leben, was für mich noch immer so unwirklich ist.





Unsere Rückreise Ende 2018 war ja alles andere als schön und entspannt, dafür war diese Reise umso entspannter. Um ca. 15:40 Uhr deutscher Zeit kamen wir in Frankfurt an. Dort mussten wir aber durch eine recht unangenehme Kontrolle. Unser Flug nach Berlin startete gegen 16:45 Uhr und wir kamen um 17:55 Uhr sicher und unproblematisch an.

So ging unsere Japanreise zu Ende. Damals wussten wir noch nicht, was uns die nächsten Wochen und Monate auf der Welt erwarten würde, dass das erst mal die letzte große Reise sein sollte …

sAn

Samstag, 3. Juli 2021

[2020.01.07 - 08] Abflug nach Japan

Nach 1,5 Jahren kommt hier nun endlich mein Reisetagebuch vom Japan-Urlaub 2020.

Anfang des Jahres 2020 hätte wohl noch niemand gedacht, wie sehr sich die Welt in den kommenden Monaten verändern wird. Seit über einem Jahr dürfen keine Touristen nach Japan einreisen, daher wird mein persönlicher Rückblick auf die fast 3 Wochen in Japan wohl noch mehr Fernweh hervorrufen als sonst. Wer weiß, wann wir das nächste Mal wieder hinreisen dürfen.

Dass wir im Januar nach Japan geflogen sind, haben wir eigentlich nur L'Arc~en~Ciel und Gackt zu verdanken. Denn beide haben zur selben Zeit ihre Tournee verkündet. Als ob sie es gewusst hätten und die Gelegenheit noch nutzen wollten. 

Vor dem Japanurlaub gab es für uns wieder mal eine Ticket-Schlacht. Weniger bei Gackt, weil es sehr einfach und schnell geklappt hat, sondern eher wieder bei L'Arc. Es ist immer wieder aufs Neue ein Bangen und Zittern. Dieses Mal haben sie mehr als nur 2 Konzerte gehalten, aber dafür waren die Hallen leider auch etwas kleiner. Daher war der Kampf um die Tickets sogar fast noch schwerer. Wir haben uns für einige Konzerttage für das Losverfahren angemeldet, aber irgendwie wollte es bei all den Lotterie-Runden nicht klappen und meine Hoffnungen schwanden immer mehr. 😔 Bei der aller letzten Lotterie hat es dann aber doch für 1 Tag geklappt. Wie glücklich ich darüber war!!! 😍 Zu den einzelnen Konzerten berichte ich natürlich wieder zum gegebenen Zeitpunkt ausführlicher. ^^

Nun aber zu unserer Hinreise, die wir am 7. Januar 2020 antraten. Nach all dem Stress der letzten Reise mit Finnair, wollten wir uns dieses Mal einfach eine bessere Fluggesellschaft gönnen und haben bei Lufthansa bzw. ANA gebucht.

Flughafen Tegel - Das Warten aufs Boarding
 
Zunächst ging es von Cottbus nach Berlin und von dort zum Flughafen Tegel. Ja, das war das letzte Mal, dass wir von dort abflogen und dort auch am Ende gelandet sind. Damals war uns das noch nicht bewusst, weil eh keiner an die Eröffnung des BER geglaubt hat. 😂 
 
Um 9 Uhr ging unser Flieger von Berlin nach München. Bis dahin flogen wir nur knapp eine Stunde. In München angekommen ging unser Flieger dann um 12:20 Uhr in Richtung Osaka – Kansai International Airport. Der Flug war ganz angenehm, auch für Mummel, da die Flugbegleiter ja dieses Mal auch Deutsch sprachen. ^_~ Das Essen fand ich persönlich nicht ganz soo doll, aber ich mag allgemein nicht so Flugzeug-Gerichte.


Der Flug war – glücklicherweise – relativ angenehm und unspektakulär. Recht früh gegen 07:20 Uhr japanischer Ortszeit am 8. Januar 2020, also nach ca. 11 Stunden Flug, erreichten wir den Kansai International Airport in Osaka (zur Info: Der künstlich angelegte Airport). Dort wurde man sofort von Mario und Co. begrüßt. An allen Ecken sah man ihn, sogar an den Fahrstühlen. 😁 Bis wir aus dem Flughafen raus sind, vergingen natürlich noch ein paar Minuten und Stunden. Doch danach hatten wir noch laaaaange Zeit, bis wir in unsere Wohnung in Osaka durften.



Leider war ein zeitiger Check-In als 16 Uhr nicht möglich. Daher fuhren wir zur Osaka / Osaka-Umeda-Station, verstauten unsere Koffer im Schließfach, machten uns auf einer Toilette noch etwas frisch und versuchten anschließend uns noch ein bisschen die Zeit zu vertreiben.

Wir stellten auch relativ schnell fest, dass wir viel zu dick angezogen waren und wahrscheinlich auch viel zu dicke Jacken und Schuhe eingepackt haben. Wir erwarteten einen klein wenig kühleren Winter, keine Frühlingstemperaturen von 14 Grad. So ging es zum naheliegenden H&M. Dort kaufte ich mir gleich mal einen günstigen Mantel, mit dem diese Temperaturen zu ertragen waren. Ich glaub, sonst hätte ich in dem Urlaub echt alt ausgesehen. Mummel hat sich später auch noch andere Schuhe gekauft, mit denen es auch dann viel angenehmer war.

Eigentlich warteten wir die ganze Zeit auf die Mail des Vermieters, dass wir nun in die Wohnung dürften, aber leider kam sie nicht ... wir setzten uns so in ein kleines gemütliches Café und ich genoss meinen ersten Melon Cream Soda.

Aber irgendwie wollte die Zeit auch nicht wirklich vergehen. Man wollte eigentlich einfach nur in die Wohnung, duschen und sich etwas ausruhen. Wir holten laaangsam wieder unsere Koffer und machten uns laaaangsam auf den Weg zur Wohnung. Das blöde war, dass ich dann kein WLAN mehr hatte und ich dadurch nicht wissen konnte, ob der Vermieter nun geschrieben hat oder nicht. Mummel wartete an der einen Ecke der Straße mit unseren Koffern und ich ging zum nächsten Kombini, um das WLAN dort anzuzapfen. Und tatsächlich, in der Zwischenzeit haben wir das OK bekommen. 🎉

Von der Tanimachi-roku-chome-Station war unsere Wohnung nur ein paar Gehminuten entfernt. Es war eine angenehme und relativ ruhige Gegend Mitten in Osaka und nahe der Osaka-Burg. Auch die Wohnung war wirklich wunderbar und relativ geräumig für japanische Verhältnisse. Wir hatten kaum etwas auszusetzen, außer dass das Wohnzimmer immer so schrecklich kalt war, vor allem früh. Aber dank des kleinen Heizlüfters ging es dann irgendwann. ^^

An diesem Tag haben wir aber nicht mehr wirklich viel gemacht, außer nach einem Supermarkt und Kombini gesucht. Ansonsten ruhten wir uns aus, packten unsere Koffer aus und planten ein wenig die nächsten Tage. ^^

sAn

Sonntag, 7. Juni 2020

[2018.12.21/22] Horror-Rückflug nach Deutschland

Jetzt bin ich am Tag der Rückreise angekommen. Ich weiß gar nicht, ob ich noch alles richtig zusammen kriege, was dieser chaotische Tage bzw. Tage für uns leider zu bieten hatte. Diesen Stress, den wir die nächsten Stunden hatten, den wünscht man sich nicht alle Tage. Aber ich fange mal ganz von Vorne an, als noch alles gut war.


Nachdem wir unsere Wohnung etwas sauber gemacht haben und wir unsere letzten Sachen packten, sind wir zur Oshiage Station. Dort sind wir in den Zug gestiegen, der uns zum Narita-Flughafen brachte. Gegen 12 Uhr mittags ging unser Finnair-Flug Richtung Helsinki. Wir sagten bye bye schönes Wetter, bye bye Japan.


Ausblick auf Japan beim Abflug

Der Flug selbst war relativ unspektakulär, war wohl eher die Ruhe vor dem Sturm. Als wir in Helsinki ankamen, begrüßte uns Schnee und schlechtes, kaltes Wetter. Aber zu diesem Zeitpunkt haben wir uns noch keine großen Gedanken drum gemacht.

Ausblick auf Helsinki bei Landung

Wir hatten weniger als zwei Stunden Aufenthalt. Wir saßen an unserem Gate, doch es tat sich nichts. Irgendwann bin ich mal an die Tafel schauen gegangen und habe gemerkt, dass sich unser Gate geändert hat. 

Dann kam die erste Anzeige, dass sich unser Flug nach Berlin um ca. zwei Stunden verspäten wird. Nervig, aber gut, kann man nichts machen. Dann wurden die zwei Stunden zu drei Stunden … wohl bemerkt, dass wir das alles immer sehr interessiert über unseren Anzeigebildschirm beobachten konnten. Es gab keine Durchsage, keine Info von niemanden. Die Zeit verschob sich immer weiter nach hinten, mittlerweile waren es schon vier Stunden Verspätung. Zwischenzeitlich wurde die Zeit auch mal nach vorne korrigiert, was sich aber schnell wieder änderte. Und wir waren soooo müde und fertig ......


Schlußendlich war es endlich soweit. Boarding Time! YAY! Alle sind rein ins Flugzeug und ich bin direkt mal eingenickt. Als ich das nächste Mal aufwachte, waren 45 Minuten vergangen und ich musste mit Entsetzen feststellen, dass wir immer noch auf dem Boden waren. Als kleiner Trost für die Verspätung gabs auch Bonbons zum Naschen (nett, was? xD). 

Nach weiteren Minuten des Wartens kam dann die Durchsage des Piloten, dass wir wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht fliegen können und wir in Berlin auch nicht mehr landen dürften. Bezüglich einer Übernachtungsmöglichkeit müssten wir uns alle beim Info-Schalter melden.

.......... SCHOCK!! 

Ich dachte erst, ich träume noch. Aber nein, es war leider Realität. Ich meine, gegen das Wetter kann ja niemand was und es ist ja auch verständlich. Aber was ich absolut nicht nachvollziehen kann, dass man uns erst vier Stunden warten, anschließend in den Flieger lässt und DANN ERST den Flug cancelt. Das haben sie doch schon fünf Stunden früher gewusst, dann hätte man das mit dem Hotel schon viel eher klären können und nicht bis Mitternacht am Flughafen abhängen müssen. Wir brodelten innerlich, aber wir waren zu fertig und zu müde, um uns zu sehr aufzuregen. Ändern konnten wir es ja eh nicht mehr.

Wir sind dann alle wieder raus aus dem Flugzeug. Auf dem Weg zum Flieger hat uns eine Japanerin angesprochen, sie sprach Deutsch aber kein Englisch. Sie hat uns gefragt, ob sie bei uns bleiben kann, damit sie weiß, wohin und wie es weiter geht. Das war kein Problem und so hatte man wenigstens jemanden, mit dem man sich unterhalten konnte. Sie untererichtete an einer Uni in Berlin, wollte aber in wenigen Monaten wieder zurück nach Japan.


Die Schlange vor dem Schalter … sie war SO LAAAANG! Und es tat sich einfach nichts. Vorne standen wohl nur zwei Damen, die die Leute einem nach dem anderen informierten und ihnen Info-Zettel und Gutscheine in die Hände drückten. In der Zwischenzeit bekamen wir auch unsere Koffer wieder. Letztendlich warteten wir an die 2 Stunden, bis wir an der Reihe waren. Man sagte uns, dass Finnair uns eine Mail bezüglich des Ersatzfluges am nächsten Tag zuschicken wird, wann genau wissen sie nicht, aber wir bräuchten damit nicht vor 6 Uhr morgens rechnen.

Mittlerweile waren wir schon zu viert, da sich eine weitere Japanerin uns anschloss. Um zum Hotel zu kommen, mussten wir mit dem Bus fahren. Sind alle raus zur Busstation, wo wir noch 10 Minuten warten mussten. ES WAR SAUUUU KALT!!!!!! - 8 Grad!!! Und ich mit Rock und Schal! Mütze und Handschuhe waren sicher im Koffer verpackt. Es war so kalt. Wir erlebten einen Temperaturabsturz von 13 Grad in Japan auf – 8 Grad in Helsinki. Unsere Finger taten schon richtig weh. Mummel hatte ihre Handschuhe irgendwo raus gekramt, die wir uns dann teilten.



Der Bus ist natürlich NICHT direkt vor das Hotel gefahren, wir mussten noch ein ganzes Stück laufen. Und in der Kälte mit dem schweren Gepäck, da wirkte der Weg noch länger. Und vor dem Hotel ging es noch leicht bergauf … Wir waren mit unseren Kräften am Ende. Ein Asiat wollte Mummel ja gerne mit ihrem Koffer helfen, wenn er selbst nicht schon zwei große Koffer an der Backe gehabt hätte.

Im Hotel endlich angekommen, haben wir unsere Zimmerkarte bekommen, wir mussten natürlich für nichts bezahlen und der Aufenthalt war auch inklusive Frühstück. Wenigstens etwas. Die Zimmer waren auch wirklich schön und gemütlich, aber ich glaube, man hätte uns in ein Luxushotel stecken können, ... wir wollten einfach nur nach Hause. Im Hotelzimmer eingecheckt, mussten wir erst einmal runterkommen, eher wir dann schlafen gegangen sind.


Wirklich schlafen konnten wir aber nicht. Ich bin ständig aufgewacht und irgendwann habe ich auch ein richtig mieses Gefühl bekommen … das man hier nicht wegkommt, so vor Weihnachten und man nicht weiß, wann man wieder zuhause ist. Ich bin schon gegen 6 Uhr aufgestanden und hab seitdem ständig meine Mails und den Status unseres „Fluges“ gecheckt. Aber da tat sich leider nichts. Dann sind wir erst einmal frühstücken gegangen, was echt lecker war.


Zurück im Zimmer habe ich weiterhin mein Postfach gestalkt, aber NICHTS … wir hatten das Warten satt und haben beschlossen schon zum Flughafen zurückzufahren, um direkt zu fragen, wann wir nach Berlin fliegen können. 

Am Flughafen angekommen, sind wir direkt zum Schalter … joah … da musste ich alles nochmal erklären, warum unser Flieger nicht ging und dann hat man uns gesagt … joah, die Flieger nach Berlin sind schon alle voll, es sei denn wir fliegen getrennt. Der eine mit dem Flieger, der andere zwei Stunden später. Dann bat man uns einen Flieger einen Tag später an … oh man, ich war so SAUER. Da wartet man schon ewig auf die Mail bezüglich des Ersatzfluges und dann wird einem gesagt, es gibt keinen!!! Dann ist die Frau am Schalter irgendwann auf die Idee gekommen, uns Flieger mit Umstieg anzubieten. Es gab zur Auswahl: Frankfurt, München oder Zürich. Wir wählten Frankfurt.

Der Flieger ging aber erst Nachmittag gegen 17 Uhr, also hatten wir noch insgesamt 6 Stunden Zeit. Wir haben aber trotzdem schon unsere Koffer abgegeben und sind eingecheckt.



Wir haben uns ein nettes Plätzchen mit Ausblick gesucht und sind dort auch nicht wirklich weggegangen. Haben gegessen (hatten ja noch unsere Gutscheine von Finnair), haben gechattet und gezockt.



Letztendlich hatte unserer Ersatzflug auch wieder Verspätung gehabt und unsere Sorge, unseren Anschlussflug in Frankfurt zu bekommen, stieg mit jeder Minute. Vor allem, weil wir in Helsinki nur die Flugtickets von Helsinki nach Frankfurt bekommen haben. Sie meinten, wir müssten in Frankfurt nochmal zum Lufthansa-Schalter, um die anderen Tickets zu erhalten … O___o

Im Flieger saßen wir in der letzten Reihe. Aus dem Fenster konnten wir noch beobachten, wie nochmal alles enteist wurde. Ehrlich gesagt, hatte ich wieder ziemliche Angst, dass wir wieder nicht abheben können. Doch der Flieger startete. Leider war der Flug etwas holprig und ich hatte oft schon ein bisschen Angst … außerdem hatten wir … recht unangenehme Leute eine Reihe vor uns. Ich glaube, das gesamte Flugzeug wird am Ende gewusst haben, wie eins der Kinder hieß (... JONATHAN!!). Whoa... es war so schlimm, da haben meine Ohropax auch nicht geholfen. 

Ich sah ständig auf die Uhr und irgendwie ahnte ich schon, dass wir wieder vor Problemen stehen würden. In Frankfurt angekommen, mussten wir nämlich das Terminal wechseln. Und Frankfurt ist ja bekanntlich riesig. 

Teilweise im schnellen Schritttempo, teils sogar gerannt, wollten wir dann zur Bahn, die beide Terminals miteinander verband. Um zu unserem Gate zu gelangen, mussten wir theoretisch unsere Boarding Cards vorweisen … tja, wenn man aber keine hat, ging das schlecht. Zum Glück waren wir nicht die einzigen, wo dort Endstation war. Der Mann sagte uns, dass der Flieger eh schon weg ist und wir es gar nicht versuchen müssten, den Flug nach Berlin zu bekommen. YAAAAY!

Ja ... Laune wieder total am Boden. Dann sind wir zum Lufthansa-Schalter, wo wir unsere Probleme ausschütten durften. Die Damen am Schalter waren auch eher fassungslos über Finnair und auch, dass wir keine Boardings-Cards von Finnair bekommen haben. Aber sie haben es endlich mal unkompliziert gemacht, haben unseren Flug auf den eine Stunde späteren Flug umgebucht. Nur mit dem Zusatz: „Um die Zeit ist bei den Taschenkontrollen immer sehr viel los, besser Sie beeilen sich“. Und wieder ging das Gerenne los. Bei der Kontrolle angekommen … war NICHTS! Da war NIEMAND! Wir kamen sofort dran! Da hätten wir gar nicht so rennen brauchen!!!

Sorgfältig packten wir dort unsere Sachen aus und wir wurden von den Kontrolleuren sogar gelobt, dass wir alles richtig auspacken ohne dass sie was sagen müssen. „Das mussten wir in den letzten 2 Tagen ja auch oft genug machen“, kam dann von mir leicht grinsend.

Dann sind wir zu unserem Gate. Dort stand die Schlange noch und dort merkten wir erst, dass der Flieger Verspätung hat und wir uns gar nicht so beeilen hätten müssen .............. Schön, dass man uns das erst zum Schluss sagt. 😓 Sind dann erst einmal auf die Toilette, um uns frisch zu machen. Wir waren fertig!

DANN saßen wir ENDLICH im Flieger Richtung BERLIN!!! Wir waren sooo froh! Der Flug war relativ entspannt, außer dass Mummel fast eine Weinflasche abbekommen hätte. Aber zum Glück traf es nur den Gang. ^^“ 

Wir waren wirklich froh, dass dieser laaaange Rückflug endlich vorbei war. Nur noch Gepäck abholen und dann ab nach Hause.

Tja... wäre zu schön gewesen. Keine Ahnung was wir verbrochen haben … Am Gepäckband warteten wir, bis unsere Koffer und Taschen kamen. Zwei Taschen kamen an … dann kam mein Koffer an … und Mummels .........................................................

Ich und auch Mummel waren zu fertig und zu müde, um uns aufzuregen. So gingen wir zum Lost and Found-Schalter, wo schon 6 Leute standen. Es war schon halb 12 in der Nacht. Dann kam irgendwann jemand vom Staff, der zu uns meinte, wir könnten das alles auch Online machen, da sie jetzt schließen .....................................................................

Die letzten 6, die anscheinend mit der letzten Maschine am Berliner Flughafen angekommen sind, konnte man nicht mehr dran nehmen??? Da kam die Wut dann doch noch mal kurzzeitig hoch. Nicht nur bei mir, sondern bei allen anderen, die ebenfalls in der Schlange standen. Keiner wollte gehen, bis sie uns dann doch noch alle dran genommen haben. Letztendlich haben sie nur unsere Daten aufgenommen. Ich dachte, dass sie zumindest mal schauen können, wo unser Koffer hängen geblieben ist. So hat man es schließlich in Helsinki auch gemacht, als mein Koffer nicht mitgekommen ist. Wozu hat man denn sonst diese Codes bei sich? Brachte alles nichts … sie würden sich bei uns melden, wenn sie mehr zum Aufenthaltsort des Koffers wüssten und sie könnten ihn auch per Post verschicken.

Dann fuhren wir Heim, ohne Mummels Koffer ..................... Dann war unser Rückflugtag endlich vorbei gewesen .........

Eine Nacht ausgeschlafen bekam ich am nächsten Morgen die SMS, dass Mummels Koffer in Frankfurt hängen geblieben und dass er auf dem Weg nach Berlin ist. Ich habe dann noch mal dort angerufen, wo man mir sagte, dass sie ihn dann per Post verschicken werden. Als ich dann fragte, ob man ihn auch persönlich abholen könnte, sagte man mir: Ja, das sei sogar noch besser, aufgrund der Feiertage. Dann setzte ich mich wieder ins Auto und mein Papa fuhr erneut mit mir nach Berlin. 

Am Flughafen gibt es einen extra Schalter, wo die Koffer hingeliefert werden und wo man sich hinwenden muss, wenn man seinen Koffer abholen möchte. Bin dann an den Schalter und dann sagte man mir, dass das heute nichts mehr wird … sie haben dort im Lager so viele Koffer und nur zwei Mitarbeiter. Ich müsste wieder nach Hause fahren, sie melden sich dann ......................................... Ich war so sauer!!! Wollten die mich eigentlich alle verarschen? Ich wurde dann zugegebenermaßen auch etwas zickig und sagte, dass ich nicht eher weggehe, bis ich meinen Koffer wieder habe! Eine andere Mitarbeiterin hat das wohl ein wenig mitbekommen, hat sich kurz mit ihrer Kollegin kurzgeschlossen. Die andere Dame fragte mich anschließend, wie der Koffer ausschaut, von wo er kommt etc. Keine 5 Minuten später kam die Dame wieder MIT UNSEREM Koffer. Oh Gott, ich war so froh.

Dann fuhren wir wieder nach Hause … und Weihnachten konnte endlich anfangen .......

Dass der Urlaub auf so eine Art und Weise endet, hätte wohl keiner von uns gedacht. Es war wirklich schrecklich und jedes Mal wenn ich daran zurück denke, wird mir wieder schlecht. Wir haben auch versucht Entschädigung für unseren ausgefallenen Flug zu bekommen. Da sagte man zunächst, dass wir keine Chance haben, dass der Ausfall wetterbedingt war. Nach einem halben Jahr, bekamen wir dann doch noch die Nachricht, dass wir eine Entschädigung erhalten. Damit hätten wir zu dem Zeitpunkt nicht mehr gerechnet, aber natürlich waren wir auch happy. Das Geld ging dann gleich wieder auf unser Sparkonto für unsere nächste Japan-Reise. 

Aber eins stand zu dem Zeitpunkt schon fest … nach bereits einigen Problemen mit Finnair, werden wir mit der Airline nicht mehr fliegen. Auch andere Bekannte haben uns davor abgeraten und uns empfohlen einfach eine zuverlässigere und größere Airline zu wählen, auch wenn der Flug dann teurer ist. Klar, dort wird es auch unvermeidliche Probleme geben, aber da wird einem besser geholfen, als bei einer Airline wie Finnair.

sAn